Und ab gehts! Abgefahren. Freiheit. Speed. Gute Laune.
Francesca und Marco Kuonen | 14. April 2021

Und ab gehts! Abgefahren. Freiheit. Speed. Gute Laune.

Unverspurter Pulverschnee. Genau das Feeling auf der Piste, kurz bevor man den Hang runterdonnert. Man spürt den Grip. Atmet die kristallklare Bergluft noch einmal tief ein und aus. Und ab geht’s! Abgefahren. Freiheit. Speed. Gute Laune. Für einen Moment fühlt man sich so, als ob man fliegt… Spricht man mit dem Schweizer Geschwister-Duo Francesca und Marco Kuonen, Besitzer des Familienunternehmens AK-Ski, über ihre Leidenschaft, das Skifahren, bekommt man glatt Gänsehaut.
Abseits der Piste, könnten die zwei tatsächlich nicht unterschiedlicher sein. Sie komplementieren sich in ihren alltäglichen Aufgaben, ihrem Charakter und Charisma. Und: sie haben auf jeden Fall eines gemeinsam – den Drive ihr Ski-Business voranzutreiben.
Wie sie dahin gekommen sind, wo sie heute stehen und was sie dazu antreibt, immer weiterzumachen, erzählen sie uns mit Witz und Bodenständigkeit im Interview.

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Wobei fühlt ihr euch am meisten, wie ihr selbst?

Francesca Kuonen: …eigentlich immer! Wir sind jeden Tag umgeben von Freunden und Familie und machen genau das, was uns am meisten Spass macht. Wir leben und lieben den Skisport. Uns könnte nichts Besseres passieren.

What drives you? Sprich: Woher kommt euer Drive, eure tägliche Motivation?

Marco Kuonen: Wie Francesca schon sagte, wir machen genau das, was wir lieben. Jeden Tag. Wir haben die Freiheit, alles so umzusetzen, wie wir es möchten und müssen nicht nach einem Schema-X arbeiten. Wir können vollkommen wir selbst sein, uns inspirieren lassen und uns unserer Leidenschaft hingeben.

Francesca Kuonen: Mein Drive ist Erfolg. Ich suche Erfolg. Es ist eine Challenge und nicht immer einfach. Aber genau das treibt mich an, weiterzumachen.

«Du kannst gemütlich Autofahren, aber wenn es sein muss, auch richtig Gas geben. Genauso ist es mit unseren Ski.»

Marco Kuonen

Was schätzt ihr gegenseitig am meisten aneinander?

Francesca Kuonen: Marco ist nicht nur mein Geschäftspartner, sondern auch mein Bruder. Ich habe ein gewisses Ur-Vertrauen zu ihm und kann mich zu 100 Prozent auf ihn verlassen. Es ist nicht immer einfach, mit seinem Bruder zusammenarbeiten, aber wir würden füreinander durchs Feuer gehen – das ist einfach schön!

Marco Kuonen: Ich schätze an Francesca, dass sie eine Macherin ist. Sie ist zielstrebig und hat ein Problem mit Unehrlichkeit. Ihre geradlinige Art hilft mir, vor allem wenn es darum geht, meine kreativen Ideen und Ski-Fantasien umzusetzen.

 

Wie kam es zu AK-Ski? Könnt ihr uns einen Einblick geben und erzählen, wie ihr dahin kommen seid, wo ihr heute steht?

Marco Kuonen: Wir sind damit aufgewachsen. AK Ski und der Betrieb war immer Thema Nummer Eins am Familientisch. Seit 2006 sind wir im Familienunternehmen tätig und es war uns ganz klar, dass wir es irgendwann auch übernehmen und in unserem Sinne weiterführen werden.

Francesca Kuonen: 1995 hat unser Vater die Firma als Pionier gegründet. Er war damals einer der Ersten im grossen Skizirkus, der eigene Ski gebaut hat. Seine Idee war, einen Renn-Ski zu bauen, der für jeden zugänglich ist. Ähnlich wie bei Porsche: es gibt Rennautos und Autos, die man im Alltag fahren kann und die somit greifbarer sind. Die DNA von AK-Ski ist heute immer noch sehr ähnlich, aber weiterentwickelt.

 

Was ist eure liebste Erinnerung ans Skifahren?

Francesca Kuonen: Da gibt es so einige! Wir sind schon mit 2 Jahren auf den Ski gestanden.

Marco Kuonen: Wir sind quasi zuerst Ski gefahren und haben erst danach gelernt, zu laufen. Ob im Schnee im Winter oder im Wasser im Sommer: wir waren immer Skifahren mit unseren Eltern.

 

Habt ihr spezielle Erinnerungen an Autos?

Francesca Kuonen: Eigentlich haben wir nur Erinnerungen an Autos. Man kann vieles im Rennsport auch auf den Skisport übertragen. Die Schnelligkeit, die Dynamik, die Kurven,…

Marco Kuonen: Sehr viele Skirennfahrer sind auch gute Autofahrer. Seit ich mich erinnern kann, spielten Autos eine grosse Rolle in unserer Familie. Unser Vater war ein 356 Porsche Sammler und Liebhaber…

Francesca Kuonen:…und Restaurator! Unsere Mutter ist zum Beispiel damals hochschwanger irgendwie unter dem Auto stecken geblieben, weil sie dem Papa einen bestimmten Schraubenzieher reichen musste. Es gibt so viele Geschichten.

Marco Kuonen: Jedes Mal, wenn man in einem der alten Autos sitzt, dann katapultieren uns der Geruch und das Feeling direkt wieder in die Kindheit.

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Was verbindet AK Ski und Porsche?

Francesca Kuonen: AK-Ski und Porsche verbinden sehr viele Dinge. Für uns ist Porsche ein grosses Vorbild, weil die Autos zeitlos sind. Die Silhouette, das Design, die Tradition, die Präzision und die Performance – genau diese Eigenschaften sind für uns auch für unseren Ski unglaublich wichtig.

Marco Kuonen: Die Performance steht im Vordergrund. Man kann gemütlich Autofahren, aber wenn’s sein muss, kann man auch richtig Gas geben. Das ist mit unseren Ski genauso.

 

In Sachen Design, worin findet ihr Inspiration?

Francesca Kuonen: Funktionalität steht bei uns an erster Stelle. Die Kreativität hat Grenzen, denn das Design muss technisch Sinn machen. Ein komplett schwarzer Ski scheint besonders schick und zeitlos zu sein, aber tatsächlich stecken technische Gründe hinter dem Design.

 

Was ist euer Hauptziel mit AK-Ski?

Francesca Kuonen: Das Wichtigste ist für uns, dass wir selbst Freude an dem Produkt haben, und dass wir von unseren Ski begeistert sind.

Marco Kuonen: Wenn wir genau dieses Feeling an unsere Kunden authentisch weitergeben können, verkauft sich das Produkt wie von selbst.

Stichwort: Nachhaltigkeit. Wie funktioniert das in der Ski-Welt?
Marco Kuonen: Wir verwenden ausschliesslich hochwertigste Materialien und damit ist der Ski eigentlich nicht kaputt zu machen. Es ist ein extrem langlebiges Produkt, und das allein macht es nachhaltig.

 

Wie sieht eure Vision für die Zukunft aus?
Francesca Kuonen: Unser Traum von AK-Ski ist eigentlich genau so gross zu bleiben, wie wir gerade sind. Wir möchten ein kleines, aber feines Unternehmen bleiben. Der Kundenkontakt soll noch persönlicher werden. Wir möchten Menschen mit unseren Ski begeistern und unsere Passion teilen. Natürlich wäre es toll, die AK Family nachhaltig zu vergrössern, allerdings ohne ein Massenprodukt zu werden.

Marco Kuonen: Wir sind ein sehr kleiner Betrieb. Unser Team besteht aus drei Kernfiguren: Francesca, ihrem Ehemann und mir. Wir haben keine anderen Verkäufer oder Angestellten. Wir wollen nicht auf dem grossen Weltmarkt mitspielen, sondern klein und unglaublich gut bleiben.

 

Gibt es einen Moment, in dem ihr besonders stolz auf euch wart und darauf, was ihr mit AK-Ski geschaffen habt?
Marco Kuonen: Ich würde sagen, wir sind sehr bescheiden. Wir prahlen nicht rum, sondern freuen uns über kleine Erfolge.

Francesca Kuonen: Auch die Kollaborationen, die wir jetzt vermehrt starten, geben uns unglaublich Kraft und bestätigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg mit AK-Ski sind. Auch wenn wir ein kleines Familienunternehmen sind, kooperieren wir mit den Big Players, wie Christian Dior, Hublot und jetzt auch mit Porsche.

 

Wie würdet ihr euch gegenseitig in 3 Worten beschreiben?
Marco Kuonen: Francesca ist zielstrebig, geradlinig und energiegeladen.

Francesca Kuonen: Marco hat auf jeden Fall auch sehr viel Energie. Ist offen für Neues und kommunikativ.

 

Habt ihr ein Lebensmotto?
Marco Kuonen: Nein. Nein?

Francesca Kuonen: Nein! Wir leben einfach.

 

Euer verstecktes Talent?
Marco Kuonen: Charisma! Und das gilt für uns beide.

 

Wer fährt schneller?
Francesca Kuonen: Er! Aber ich bin auch ziemlich schnell.

 

„Soul Electrified“ – was assoziiert ihr mit dem Begriff?
Marco Kuonen: Wir stehen definitiv unter Spannung, sei es im Job oder im privaten Leben. Alles, was wir machen, ist sehr „electrified“, sehr emotional.

 

Was gibt euch im Gegenteil Balance und Ruhe?
Francesca Kuonen: Natur und Stille, jenseits von Menschenmengen und dem Gewirre.

Marco Kuonen: Mit dem Auto eine Passstrasse entlangfahren und durch die Schweizer Alpen cruisen.

 

Welchen Lebensrat gebt ihr euren Ski-Freunden?
Marco Kuonen: Sich nicht ständig zu vergleichen. Schau nicht nach links und rechts, was die anderen machen. Zieh dein eigenes Ding durch.

Francesca Kuonen: Nicht planen. Das Leben spielt sein eigenes Spiel. Daher: Lebe und geniesse jeden Tag so, als wäre es der Letzte.